An diesem Beispiel möchte ich Ihnen gerne einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsphasen des traditionellen Polsterns geben. Und zeige Ihnen den Weg von einem alten, abgenutzten Sessel bis hin zu einem tollen Unikat, mit dem Sie Ihr Zuhause verschönern können.


 


Als erstes wird die alte Polsterung entfernt, so dass nur noch das Gestell übrig bleibt. In diesem Fall habe ich das Gestell anschliessend abgeschliffen und mit transparentem Holz-Naturwachs behandelt.

Die Federung wird mit Federleinen abgedeckt und am Rahmen befestigt. Das Federleinen wird an den Federn festgenäht, um ein Verrutschen zu verhindern.

Das Rückenteil wird ebenfalls mit Jutegurten gespannt und am Rahmen befestigt.

 

 

Dabei werden alle Flächen mit einem geeigneten Stoff bespannt und mit Tackerklammern befestigt.

 

 

Zwischen den Rahmen werden Jutegurte längs und quer gespannt und mit Nägeln befestigt.

 

 

 

Die Fasson wird mit Kokosfasern geformt und mit Fassonleinen bedeckt.

 

 

Die Fasson des Rückenpolsters wird ebenso wie das Sitzpolster bearbeitet.

 

 

Ich habe mich bei desem Sessel für einen hochwertigen, gewaschenen Leinen mit dem charakteristischen Muster entschieden.

Danach folgt die handgeschnürte Ferderung. Hierfür werden Sprungfedern einzeln auf die Gurte aufgenäht, mit Schnürfäden straff verbunden und mit Nägeln am Holzrahmen gespannt und befestigt.

Das so entstehende Formpolster wird durchgenäht, die Polsterkante wird garniert.

 

 

Die beim Durchnähen der Fasson entstandenen Unebenheiten werden mit Rosshaar und Watte ausgeglichen und anschliessend mit Stoff bezogen.

Für den Abschluss kann man Ziernägel, Bordüren oder wie in diesem Fall Doppelkeder verwenden.